Aus der Praxis

Die Stadt Lengerich richtet ihre Kommunikation mit Zarafa neu aus.

Stadtverwaltung-300Die E-Mail-, Kalender- und Adressen-Verwaltung sollte mit der Einführung einer neuen Groupware auf die Zukunft ausgerichtet werden. Für die Übernahme von 100 GB 
Daten stand nur ein Wochenende zur Verfügung.

Ausgangssituation
Die Stadt Lengerich setzte seit 1998 bis zum Projektstart den David-Server V8+ von Tobit als Unified Communication-Lösung ein.  Betrieben wurde der David-Server auf einem Novell Netware Server. Da die neue Produktpolitik der Firma Tobit weder die Unterstützung von Novell- noch von Linux-Systemen beinhaltet, sah die IT-Leitung die Notwendigkeit den David-Server abzulösen. Der Betrieb der Software auf der Basis eines Windows-Betriebssystems war nicht gewünscht.

Projektziele und -Planung
Der David-Server sollte von einer Groupware-Lösung abgelöst werden, die folgenden Anforderungen gerecht wird:

  • Betrieb auf einem Linux-System
  • Einbindung in das eDirectory
  • leistungsstarkes Web-Frontend für einen flexiblen Zugriff auf E-Mails, Adressen, Kontakte usw.

Weiterhin sollte der komplette Datenbestand an einem Wochenende übernommen werden. Die IT-Leitung hatte dazu die Groupware Zarafa als mögliche Alternative erkannt und NIT-Services als Partner von Zarafa zur Beratung hinzugezogen. NIT-Services konnte die Stadt Lengerich von der vollumfänglichen Erfüllung sämtlicher Anforderungen überzeugen. Anfang  September 2010 wurde dann NIT-Services mit der Projektierung beauftragt. In enger Zusammenarbeit mit dem Fachbereich 10 (Zentrale Dienste) der Stadt Lengerich wurde ein Konzept erarbeitet und  umgesetzt.

Umsetzung
Als Hardware wurde ein Komplettsystem des Herstellers Rombus mit folgenden Eckdaten gewählt:

  • 2 Intel XEON E5620 Prozessoren
  • 12 Gbyte RAM
  • 4 SAS Festplatten im RAID 10 Verbund.

Die Wahl des Betriebssystems fiel auf den SUSE Enterprise Server SLES 10, auf dessen Basis ein Postfix E-Mail-Server für die Zustellung der Emails eingesetzt wird.

Als Instrument einer zentralisierten Verwaltung der Benutzer dient bei der Stadt Lengerich der Verzeichnisdienst 
eDirectory. Der Zugriff auf das eDirectory erfolgt über das Lightweight Directory Access Protocol (LDAP). Da die Groupware Zarafa die Benutzerverwaltung über lokale Authentifizierungsdateien, seine eigene MySQL-Datenbank oder das LDAP abbilden kann, stand einer Einbindung in das eDirectory nichts im Wege. Dadurch erfolgt die Benutzerverwaltung im eDirectory in gewohnter Weise.

Als Projektpartner wurde der Dienstleister CatWorkx/Hamburg gewonnen, um die Integration in den Verzeichnisdienst zu übernehmen. Der Datenbestand der Tobit-Installation umfasste  ca. 100 GB zu migrierende Daten in Form von 
Faxen, Adressen, Terminen und E-Mails.

Die Datenübernahme vom David-Server zur Zarafa Datenbank konnte mithilfe des Konverters T2Ex durchgeführt werden. Aus Gründen der Perfomance erfolgte die Migration nicht ausschließlich mit der Software T2Ex. Die Software kam zum Einsatz, um aus der Tobit-
Archive-Struktur benutzerbezogene PST-Dateien (E-Mailablagedatei von Outlook) anzulegen. Diese PST-Dateien wurden mit dem Migrationstool von Zarafa als Stapelverarbeitung auf einem weiteren Arbeitsplatzrechner zum Groupware-Server übertragen. Durch den getrennten Zugriff auf die E-Mailsysteme 
(Tobit und Zarafa) über zwei Arbeitsplatzrechner konnte eine deutliche Steigerung der Perfomance bei der Datenübernahme erreicht werden. Innerhalb eines Wochenendes wurden somit sämtliche Daten auf den Groupware-Server übertragen.

Das Ergebnis
Nach Inbetriebnahme des Zarafa-Servers wurde ein nahtloser Übergang zur Nutzung des Datenpools mit Outlook erreicht. Bis zum unternehmensweiten Ausrollen der Software Outlook stand sofort der Zugriff auf die E-Mail-, Adress- und Kalenderdaten über das Zarafa Web-Frontend zur Verfügung. Dank der am Design von Outlook angelehnten Web-Oberfläche Zarafa-Web-Access fällt ein Wechsel dem Benutzer nicht schwer.

Mit der Umstellung auf die Groupware von Zarafa steht der Stadtverwaltung Lengerich jetzt ein zukunftsorientiertes Kommunikationssystem zur Verfügung. Die Performance übertraf bei Weitem unsere Erwartungen. Durch die Einbindung in unser eDirectory erfolgt die Verwaltung mit den bereits etablierten Werkzeugen“ so Jens Lindemann, IT-Administrator der Stadtverwaltung Lengerich.

NIT-Services
NIT-Services versteht sich als Volldienstleister für IT-Lösungen und bietet im Rahmen einer erweiterten Systempflege verbesserte Wartungs- und Administrationsleistungen:
NIT-Managed-Services bieten ein kundenorientiertes Konzept zur Aufrechterhaltung der Betriebsbereitschaft der betreuten IT und damit Investitionsschutz und Betriebssicherheit.

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